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Biodynamischer Wein

Dienstag, 13. September 2016 18:44:57 Europe/Berlin

Biodynamischer Wein

Klingt natürlich schon mal gut. Bio und dann noch dynamisch. Aber was hat es damit auf sich und macht es einen Unterschied? Vorab schon mal die klare Antwort: Jein. Aber kommen wir erst einmal zu den Fakten – sofern es diese wirklich gibt: wie definiert sich biodynamisch erzeugter Wein?

Der biologisch-dynamische Weinbau ist eine Form der biologischen Landwirtschaft und basiert auf der anthroposophischen Weltanschauung und Lehre von Rudolf Steiner aus den 1920er Jahren. Dabei werden – stark vereinfacht gesagt – unter anderem kosmische Einwirkungen (z.B. Mondphasen) in der Landwirtschaft berücksichtigt. Das mag jetzt verworren oder gar esoterisch wirken, aber seien wir doch mal ehrlich: die Kraft des Mondes und der Mondphasen kann man sehr gut am Meer mit Ebbe und Flut sehen. Dies im Hinterkopf behaltend, kann man sich dann vielleicht doch vorstellen, dass es einen Unterschied macht, zu welcher Zeit – zu welcher Mondphase – beispielsweise der Rebschnitt gemacht wird. Im ungünstigsten Falle, wird die Rebe derart geschwächt, dass sie erkennbar weniger Kraft für das Wachstum der Trauben bereitstellen kann.

Es geht – um bei der Vereinfachung zu bleiben – letztendlich um die natürliche Stärkung der Rebe an sich. Ein Beispiel aus unserem Leben: jemand der ein intaktes Immunsystem hat, ist weniger anfällig für Krankheiten und damit potentiell leistungsfähiger. Ein intaktes Immunsystem kann nicht durch Spritzen und Tabletten eingestellt werden, sondern muss sich im Laufe der Zeit aufbauen. Der Körper muss lernen, mit Störfaktoren umzugehen und diese im Zaume zu halten. Im Kleinen erkennen wir es schon oft, wenn wir in fremde Länder reisen und uns dort der regionalen Küche hingeben. Mein Magen braucht da immer ein paar Tage um sich umzustellen und grummelt in der Zwischenzeit hier und da mal vor sich hin.

Wenn nun die Rebe gelernt hat stark zu sein, hat sie das Potential, um gute Trauben hervorzubringen. Und ohne gute Trauben, kann es keinen guten Wein geben. Aber es gehört natürlich auch weiterhin das Können des Winzers dazu, um aus den Trauben dann auch einen guten Wein zu machen. Wo wir wieder an den Punkt kommen, was eigentlich ein guter Wein ist. Dazu hatte ich mich ja hier in der Kolumne bereits in meinem Beitrag „Guter Wein – schlechter Wein“ von Februar 2014 geäußert …

veröffentlicht im News von

Peer F. Holm

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