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Orange Wine

Sonntag, 27. September 2015 16:59:34 Europe/Berlin

Seit einiger Zeit geistert das Thema „Orange Wine“ durch die Landschaft. Eigentlich müsste man sagen, dass es dies schon seit einigen tausend Jahren tut, da diese Art der Weinherstellung wahrscheinlich die Älteste ist. Aber in der aktuelleren Weinbaugeschichte schienen wir über das Thema hinaus zu sein.

Worum geht es hier eigentlich? Unter „Orange Wine“ werden heute meist verkürzt alle maischevergorenen Weißweine, also wie Rotwein hergestellte Weißweine, zusammengefasst. Oft tendieren diese farblich ins Orangene, daher der Name. Aber es ist keine präzise Definition eines Weinbereitungs- oder Ausbaustils. Es gibt viele Spielarten. Hinzu kommt, dass etliche maischevergorene Weißweine farblich kaum von den normal vinifizierten Weißweinen zu unterscheiden sind. Geschmacklich aber schon, denn durch die Maischegärung, bei der Stiele, Stängel, Schalen und Kerne zusammen mit dem Most vergoren werden, gewinnt der werdende Wein an aromatischer Komplexität. Wenn es gut geht. Es kann aber auch nach hinten losgehen und der Wein schmeckt plötzlich bitter oder gar grob fehlerhaft.

Schmeckt das denn? Gute Frage. Das hängt – wie so oft – davon ab, wie es gemacht wird und wie man selber Wein gerne mag. Der Wein kann eine größere aromatische Komplexität erreichen, kann ganz neue Geschmackswelten eröffnen. Einfacher wird der Wein dadurch nicht. Oftmals wird der Wein deutlich schwieriger zu verstehen und verändert sich im Glas von Minute zu Minute. Als Sommelier muss man genau darauf achten, welchen Gast man so etwas „antun“ kann. Es gibt Gäste die offen sind und sich über grandiose Kombinationen freuen. Anderen Gästen fehlt der liebgewonnene „normale“ Weingeschmack.

Zahlreiche Winzer experimentieren gerne – meist zunächst mit kleinen Mengen – um auszuloten, wo es hingehen kann. Die (Roh-)Ergebnisse werden mit Kollegen und Freunden verkostet und diskutiert. Der nächste versucht es und die Vergleiche werden wieder angestellt. Wohin sich das Thema entwickelt ist schwer vorauszusagen. Meines Erachtens wird es sich mit Sicherheit nicht in der Breite durchsetzen. Orange Wine wird uns aber noch viele Jahre begleiten – in all seinen Ausprägungen. Und das freut mich, denn so bleibt die Weinwelt stets spannend.

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veröffentlicht im News von

Peer F. Holm

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