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Sherry – abseits der Standards …

Dienstag, 20. Januar 2015 21:42:13 Europe/Berlin

Wenn ich auf einer Getränkekarte lese „Sherry – dry, medium oder sweet“ geht mir in der Tasche immer das Messer auf und ich bestelle mit Sicherheit KEINEN Sherry. Es wäre, als würde man in die Weinkarte schreiben „Wein – weiß, rosé oder rot“. Und ich befürchte, dass der Sherry in solchen Häusern auch ebenso behandelt, wie er „angepriesen“ wird. Also die Flasche Fino oder Manzanilla seit Wochen im Anbruch und gar „liebevoll“ über der Kaffeemaschine positioniert.

Genug gepoltert. Ironie & Sarkasmus aus. Sherry ist ein geiles Gesöff, absolut unterschätzt sowie unterbewertet. Richtig gehandhabt kann es ein großartiges Erlebnis sein Sherry zu trinken. Nicht nur als Aperitif. Der springende Punkt ist die richtige Handhabung und die kann man schnell umreißen: je heller der Sherry, desto kühler sollte er getrunken werden und desto schneller sollte die Flasche leer sein. Die hellsten Sherrys sind Fino und Manzanilla. Diese gut gekühlt bei 6-8 °C trinken und die Flasche – wie einen frischen Weißwein – innerhalb von 1-2 Tagen leeren. Dann ist schon mal vieles gut. Ein dunkler Sherry – sprich Amontillado oder Oloroso – kann etwas mehr Temperatur vertragen, also 12-14 °C, und nimmt es einem auch nicht krumm, wenn die Flasche mal eine Woche oder zwei offen ist. Alle bis dato genannten Sherrys sind von Haus aus trocken, Fino und Manzanilla absolut „knochentrocken“, bei Amontillado und Oloroso wird – gerade für den Export – gerne auch mal mit etwas harmonischer Restsüße gespielt. Wer es wirklich süß haben möchte, greift zum tiefdunklen Pedro Ximenéz, der aus rosinierten Trauben gewonnen wird. Hier darf die Temperatur dann auch bei 13-15°C liegen und das Glas etwas kleiner ausfallen.

Und was ist mit „dry, medium oder sweet“? Das sind in der Regel die einfachsten Sherrys und die erspare ich mir hier. Sonst könnte ich hier ja auch über Pappbecher schreiben ;-)

Womit wir schon auch beim weiterführenden Thema sind: Welches Glas passt zum Sherry? Dies hatte ich schon in der Juni-Kolumne HIER beschrieben. Also: Nur keine Angst vor großen Gläsern!

Salud!

veröffentlicht im News von

Peer F. Holm

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