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Glasfrage

Samstag, 13. September 2014 15:05:04 Europe/Berlin

Mit der Glasfrage haben wir hier natürlich immer wieder zu tun und ich habe das Thema auch schon verschiedentlich aufgegriffen, beispielsweise als ich anfing über meine Glaswahl zum Sherry zu philosophieren.

Nun – nach einem Sommer, der in vielen Gegenden nicht wirklich sommerlich war – naht die Zeit der festlichen Bankette. Vielerorts findet man die ersten Sonderangebote für Sektgläser. Aber da taucht sie wieder auf: die Frage welches Glas den nun zu dem von mir bevorzugten Schaumwein am besten passt. Ich könnte mir es jetzt natürlich einfach machen und einfach sagen respektive schreiben „kauft Euch verschiedene Gläser und versucht es doch selber aus“.

Aber so bin ich ja nicht …

Gehen wir das Ganzen doch mal fachlich-analytisch an: Zu den üblichen Auswahlkriterien für die Glasformen bei Weingläsern, kommt beim Schaumwein der Faktor der Perlage hinzu. Somit gilt es bei der Glaswahl darauf zu achten, wie stark die Perlage ist und wie gut eingebunden diese ist.

Schaumweingläser haben im Vergleich zu Weingläsern keinen flach gewölbten Boden, sondern laufen zum Boden hin in der Regel etwas spitzer zusammen. Dies kann man sehr gut am Beispiel der Authentis-Serie von Spiegelau erkennen, wenn man den Weißweinkelch (links) und das Champagnerglas (mitte) sowie das Sektkelch (rechts) nebeneinander stellt:

Die spitzer zusammenlaufende Form zum Boden des Kelches beim Champagnerglas und Sektkelch dient dazu, der Kohlensäure ein Zentrum zu bieten, von wo aus sie in feinen Bläschen als Perlage aufsteigen kann.

Hochwertige Schaumweine – nennen wir gleichberechtigt einmal gute Champagner, gute Winzersekte, gute Cavas, gute Cremants, gute Franciacortas, … als Beispiel – haben eine aromatische Fülle, die einem guten Stillwein vergleichbar ist. Daher empfiehlt es sich ein Glas zu verwenden, welche diese Aromen auch zur Geltung bringen kann. Dafür wird die obige Form des Champagnerglases (mitte) – oft Tulpenform genannt – angewendet: oberhalb des eher spitzen Bodens weitet sich das Glas deutlich und schafft damit Platz in dem sich die Aromen entfalten können. Nach oben hin verjüngt sich der Kelch dann wieder, um die Aromen zu bündeln.

Bei sehr hochwertigen und vor allem gereiften Schaumweinen, greife ich auch gerne zu Gläsern, welche einen noch weiteren Kelch haben, beispielsweise dem Burgunderglas aus der Willsberger Collection. Gerade bei gereiften Schaumweinen spielt das Mousseux eine untergeordnete Rolle, die Aromatik wird jedoch im Verlauf der Zeit opulenter. Dem kommt die ausladende Kelchform des Burgunderglases sehr entgegen.

Bei normalen Schaumweinen ist die Aromenfülle in der Regel nicht so ausgeprägt, daher ist die schlankere, vom Grundsatz jedoch ähnliche Glasform des Sektkelches, hier angebracht.

Perlweine (Secco, Frizzante, ...) haben einen deutlich niedrigeren Kohlensäuregehalt (schon alleine aus rechtlichen Gründen). Zudem ist diese Perlage auch wegen Produktionsweise bei weitem nicht so gut eingebunden, wie bei einem hochwertigen Schaumwein. Daher kann man für diese leicht perlenden Weine entweder auf den normalen Weißweinkelch zurückgreifen, oder aber auch zum Sektkelch greifen.

Noch Fragen?

veröffentlicht im News von

Peer F. Holm

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