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Frühjahrsmessestress

Mittwoch, 5. März 2014 12:54:17 Europe/Berlin

Kaum bricht das Frühjahr an, fängt es nicht nur in der Natur wieder an lebendig zu werden, sondern auch die Wein- und Gastromessen scheinen allerorts aus dem Boden zu sprießen. Seien es regionale, nationale oder internationale Messen. Von Ende Januar bis Mitte Mai kann man - nur von der Osterwoche kurz unterbrochen - jede Woche anderswo zu einer Fachmesse gehen, bei der es um Wein, Getränke, Gastrozubehör und ähnliches geht. Wie die Lemminge laufen alle hin, wenn man den veröffentlichten Zahlen der Messeleitungen Glauben schenken darf.

Und doch schimpfen alle über die Messen - die Messeveranstalter einmal ausgenommen. Meist wird nicht laut und öffentlich geschimpft, aber insgeheim brodelt der Ärger unter manch einer Hutschnur. Seien es die Aussteller, die Manpower, Zeit und ein nicht unerhebliches Budget einplanen müssen, oder seien es die Besucher, die ebenso Zeit investieren - und gerade bei kleineren Betrieben - die Verkaufstätigkeit derweilen hinten anstellen müssen.

Geht es denn nicht auch ohne diese ganzen Messen? Nein. Ja doch, es ginge schon, aber der Aufwand wäre um ein vielfaches größer. Wir bewegen uns in einem Umfeld, bei dem es um Genuss geht, nicht um rein technische Daten wie Gewindedurchmesser, Verwindungssteifigkeit und anderes. Bei uns geht es um Geschmack. Es geht um die persönliche Wahrnehmung eines Weines aus einem feinen Glas. Das passt in keinen Katalog. Das kann man nicht online oder am Telefon vermitteln. Das muss man am eigenen Leibe erleben.

Klar. Man kann als Produzent Musterflaschen versenden. Der Händler kann diese im Betrieb verkosten und ausgesuchte Betriebe besuchen. Aber da sind wir wieder beim Punkt des höheren Aufwands. Zudem ist der persönliche Kontakt zu den Menschen, die hinter den Produkten stehen wichtig, um den Wein in seiner Gesamtheit zu verstehen und ihn auch wieder verkaufen zu können. Wir schätzen ja vornehmlich individuelle, besondere Weine, die bei ihrem Geschmackserlebnis nicht an Standards gemessen werden. Gerade bei diesen Gewächsen ist das direkte Gespräch mit dem Winzer von großer Bedeutung, um zu begreifen was seine Intention ist.

Ich persönlich verkoste auf Messen nicht sehr viel, oft auch nicht sehr präzise. Dafür ist es in der Umgebung zu hektisch, zu turbulent. Mir geht es mehr darum, einen (ersten) Eindruck zu gewinnen, und vor allem, Menschen zu treffen. Mich mit ihnen auszutauschen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Szene bewegt. Also: lasst uns nicht über die hektische Messezeit schimpfen. Machen wir das Beste daraus!

veröffentlicht im News von

Peer F. Holm

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