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Guter Wein - schlechter Wein

Samstag, 15. Februar 2014 00:00:00 Europe/Berlin

Immer wieder wird darüber diskutiert. Was ist ein guter Wein, was ein schlechter? Und wer hat Recht? Darüber kann man wirklich trefflich streiten, aber wird es je eine eindeutige Antwort geben? Ich denke nicht. Zu verschieden sind die Ansätze und Meinungen. Zu verschieden sind die Geschmackswelten.

So richtig schlechten Wein gibt es immer weniger – habe ich jedenfalls den Eindruck. Durch gut ausgebildete Winzer, gewissenhafte Forschung, aber auch durch moderne Produktionstechniken, sind auf dem deutschen Weinmarkt nur noch selten grob fehlerhafte Weine zu finden.

Aber fehlerfrei ist nicht alles. Was für einen Genuss bringt mir ein Wein, der technisch absolut tadellos ist, mehr aber auch nicht? Klar. Die Wirkung des Alkohols ist da, aber darum geht es mir persönlich nicht. Wein sollte – zumindest in meinen romantisch-verklärten Augen – ein Genuss sein. Ein Kulturgut.
Und doch haben auch diese einfach fehlerfreien Weine ihre Berechtigung. Sind sie es nicht, die den Markt bestimmen? Vor allem vom Absatzvolumen her gesehen. Dann ist es auch gut, dass sie fehlerfrei sind. Und jedes Quäntchen mehr an Ausdruck, Struktur, Persönlichkeit, Individualität ist ein Schritt in Richtung Genuss. Es muss nicht jeden Tag ein Großes Gewächs oder ein Grand Cru sein. So viel gibt es davon auch gar nicht. Ein ehrlicher Gutswein kann und sollte schon ein Genuss sein. Auch für den Winzer, denn in der Regel, sind diese Weine seine wirtschaftliche Basis.

Wenn wir es ganz doll treiben wollen – und das tun wir – kann man sich sogar über das Attribut „fehlerfrei“ streiten. Ist Böckser ein momentaner Zustand oder ein irreversibler Fehler? Ist Brett (vollständig und korrekt heißt es „Brettanomyces“) ein Fehler und wenn ja, ab wann, ab welcher Konzentration ist es so? Als in Deutschland in den 1980er Jahren der Einsatz vom Barriquefass aufkam, wurden reihenweise Weine bei der Qualitätsweinprüfung als „fehlerhaft“ abgelehnt. War die Barriquenote also ein Fehler ?!?

Ach übrigens: man kann auch den besten Wein schlecht machen, indem man ihn aus einem Zahnputzbecher (oder ähnlich ungeeignetem Gefäß) zu genießen versucht …

veröffentlicht im News von

Peer F. Holm

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